mo & bsd

Und ich wünsche mir keine Angst mehr zu haben. Große und kleine Veränderung - Ich habe schon viele mitgemacht. Ich fühle mich, als wäre selbst die kleinste Veränderung eine Große.
Der Wind weht, wirbelt alles durcheinander. Gefühle, Gedanken und Seelen. Und dann frage ich mich, was ich will. Wohin ich will. Wen ich will. Wer mich will.

Ich bin weggelaufen, gerannt, stolpernd, langsam, schnell, ohne Gleichgewicht, gefallen, aufgesprungen, um weiterzulaufen. Um immer wieder Abschied zu nehmen. "It's easier to leave than to be left behind" (REM - Leaving New York)? Es ist einfacher verlassen zu werden. Ich hätte es besser verarbeiten können, wenn es mich zurückgelassen hätte. Aber eine Stadt kann nicht verlassen.

Ich habe mich verstellt, habe Masken aufgesetzt, die ich nicht gebraucht hätte, habe mich hinter scheuen Augen versteckt, hinter großen Gestalten, hinter einen Computer. Hinter Geschichten. Ich habe mich im Grünen versteckt. Doch den Apfelweg gibt es hier nicht. Es gibt keinen grünen, verlassenen Weg mehr, auf dem äußerst selten ein Spaziergänger seine wirren Gedanken gesammelt hat. Hier gibt es einen Park, einen botanischen Garten, einen Hundeweg. Hier gibt es nicht diesen Frieden, den ich suche.

Ich weiß, ich sollte mich davon los reißen. Ich weiß, ich sollte nicht rennen, nicht verstecken, nicht... ich sollte bleiben. Ich sollte nicht nach diesem Frieden suchen. Ich sollte nach meinem suchen. Mich selbst finden auf dieser großen Welt, in mir selbst. Und das sollte ich alleine tun, bevor ich mich ganz verliere.

1.10.09 19:13


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