mo & bsd

Rooms full of strangers, some call me friend, but i wish you were so close to me.



Neues sicheres Plätzchen zum bleiben, zum schreiben, zum träumen, zum denken. Inzwischen bin ich der absoluten Überzeugung, dass ein winzig kleiner Neuanfang vermutlich genau das Richtige war/ist. Ich fühl' mich wieder sicherer. Ich liebe meinen Blog, aber er ist nicht mehr dieser Ort, der er einmal war. Zuviele, die den Namen kennen, zu viele, die das Passwort herausfinden könnten, zu viele, die nicht zu viel wissen dürfen. Es gibt Dinge, die ich nicht einmal aufschreiben würde, höchstens allein für mich, aber die Dinge, die ich aufschreiben will, werden hier ihren neuen Platz finden. Und vielleicht bleiben sie ein bisschen länger.

Ich sitze gerade auf meinem Bett, meinem Lieblingsplatz in meinem Zimmer, ein sicherer Ort, der allein mir gehört und starre abwechselnd auf verschiedene Flecke. Starr, verträumt, nachdenklich, obwohl ich nicht genau weiß, was ich denken will. Obwohl in meinem Kopf gerade alles wie in Zeitlupe abläuft.
Und obwohl mein Bett ein Ort der Ruhe ist, bin ich gerade alles andere als ruhig. Aufgewühlt, vielleicht. Ich habe Halsschmerzen, oder zumindest dieses gewisse, unangenehme Drücken im Hals, dass bei mir immer eine Mandelentzündung ankündigt. Ich hasse dieses Gefühl, hasse, hasse, hasse es und kann noch nicht einmal etwas dagegen tun.

Als ich heute Morgen meine Augen öffnete - es hat sich eigentlich eher angefühlt, als würde ich mit geschlossenen Augen durch mein Zimmer wandeln - und aus dem Fenster sah, schneite es. Ich traute meinen Augen nicht, vielleicht steckte ich in einem Traum, was im Übrigen ein Wunder gewesen wäre. Ich rieb mir also schlaftrunken eben diese und warf einen erneuten, unsicheren Blick aus dem Fenster. Dicke Schneeflocken fallen schwebend-leicht vom Himmel und bedecken das Gras. Alles ist wieder in das kühle Weiß eingehüllt und ich bin ein wenig enttäuscht. Heute hätte ich Sonne gebraucht. 
Die Enttäuschung über die anfängliche Wetterlage sollte nicht lange anhalten. In der vierten Stunde strahlte die Sonne in das Klassenzimmer, mir direkt ins Gesicht und schaffte es, mir für den Bruchteil einer Sekunde ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Es verschwand in dem selben Moment, in dem es kam, als ich wieder die monotone, einschläfernde Stimme meiner Englischlehrerin vernahm. Jetzt schlafen... das wär's. Die Sonne blieb eine ganze Zeit und durch die angenehme Kälte, war sie wunderbar zu ertragen. Wunderbares Gefühl, wenn die Sonne die Haut wärmt und gleichzeitig ein frischer Wind die Haare durcheinanderwuschelt.

19.3.09 18:22


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